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Start ist auf dem Sportplatz des SV Eintracht in Hiddestorf, wo unsere Fußballer inzwischen um Landesligapunkte kämpfen. Bereits wenige Minuten nach dem Startschuss sind wir in Ohlendorf, dem mit 260 Einwohnern kleinsten Teil der Stadt. Auf dem Feldweg, der in der scharfen Rechtskurve einmündet, werden wir später wieder zurückkehren. Zunächst geht es jedoch den Radweg entlang durch weite Felder in Richtung Arnum. Wir passieren Freibad und den Sportplatz der SV Arnum und haben bald km 3 erreicht; eine kleine Gefällstrecke lockt zur Tempoverschärfung. Über die Bundesstraße 3 geht es weiter Richtung Südosten.
Auf geradem, leicht ansteigenden Kurs erreichen wir Harkenbleck, wo vor dem Wahrzeichen, der Historischen Kapelle, der erste Verpflegungsposten bei km 5 aufgebaut ist. Einer der schönsten Streckenabschnitte erwartet Euch im renaturierten Kiesabbaugebiet. Wer sich hier wundert, dass die Bäume Namen tragen: hier ist ein Obstbaumlehrpfad als Teil des Hemminger Landwirtschaftspfades angelegt, dessen einzelne Stationen wir im weiteren Streckenverlauf zum Teil passieren werden (achtet auf das grüne Logo der Stadt Hemmingen!). Auf der Höhe der Fischrestaurants kurz vor Wilkenburg haben wir den tiefsten Punkt der Strecke erreicht; hoffentlich macht uns das Hochwasser hier nicht zu schaffen. Über die Sportanlage des SV Wilkenburg geht es nach einem kleinen Anstieg in das neue Siedlungsgebiet. Wir verlassen Wilkenburg Richtung Nordwesten, unser Blick schweift in das Naturschutzgebiet “Sundern”. Am Ortseingang von Hemmingen-Dorf ist km 10 erreicht. Weiter geht es durch eine Bungalowsiedlung zur Kooperativen Gesamtschule, der größten Hemminger Schulanlage. Am Sportplatz des SC Hemmingen-Westerfeld steht ein Getränk für Euch bereit.
Nach 100 Metern, am Strandbad Hohe Bünte, wird mancher Läufer sagen: Hier war ich doch schon?!? Richtig: diesen Streckenabschnitt kennen wir vom Ricklinger Volkslauf. Wir laufen – jetzt auf Hannoverschem Stadtgebiet – am Maschgraben entlang und kommen am Klewertweg wieder nach Hemmingen-Westerfeld: ab jetzt geht es zurück. Achtung: hier haben wir den Streckenverlauf gegenüber 1999 ein wenig “läuferfreundlicher” gestaltet. Bei der B3-Überquerung sorgen zwei Polizisten sorgen dafür, dass Ihr nicht an der Ampel auf “Grün” warten müsst; wie wäre es dafür mit einem freundlichen “Guten Morgen”?
Rechts ab beim Griechen Richtung Devese. Der steile Streckenabschnitt am Ortsausgang mit immerhin 12 m Höhenunterschied fordert die letzten Reserven und trennt die Spreu vom Weizen. Am Ortseingang Devese werden bei km 15 die Flüssigkeitsdepots noch einmal aufgefüllt. Wir durchlaufen den kleinen, idyllischen Ortskern und kommen wieder in die Feldmark des Calenberger Landes, wo wir – dem Landwirtschaftspfad folgend – zum ersten Mal in der Geschichte unseres Laufes die Zuckerrübenkampagne “live” erleben können (erinnert Euch: das ist der Rübenlauf!). Erschreckt deshalb nicht, wenn auch mal ein Rübenroder bei der Arbeit ist und die kleinen “Sonnenkraftwerke” auf der Strecke liegen. Bei km 16 geht es wieder bergab: “Ab hier die Sau rauslassen”, aber nicht in den Froschteich zur Linken fallen. Ein entspannender Streckenabschnitt führt durch das Waldgebiet “Bürgerholz”. Hier ist unser Lauftreff zu Hause. Bis zum Ziel ist die Strecke jetzt nahezu eben.
Es bleibt Euch nicht erspart und gehört beim Rübenlauf einfach dazu: im Wald und am Waldrand entlang wird es jetzt etwas naturbelassen und “irden”. Besonders, wenn es geregnet hat, bleibt kein Schuh mehr sauber. Das schreckt uns aber nicht: es ist doch bald geschafft! Am Ende des Waldes haben wir schon Blickkontakt zum Ziel (da, wo die vier hohen Pappeln stehen). Durch Ohlendorf geht es auf dem bereits bekannten ersten und letzten Kilometer zurück zum Hiddestorfer Sportplatz, und bei der Ankunft wissen wir – erschöpft, aber glücklich -: dieses ist eine der schönsten Halbmarathonstrecken, die wir je unter unsere Füße genommen haben. Das französische Läuferfrühstück haben wir uns jetzt redlich verdient.
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